Unser Menschenbild

Die Inidviduation eines jeden Menschen geschieht in der Interaktion zwischen sich und seiner sozialen Umwelt. Jener soziale Kontext gilt als Grundvoraussetzung eines selbstbestimmten und autonomen Lebens, in welchem der/die Einzelne Kompetenzen für eine individuelle Lebensperspektive entwickeln kann.

 

Die Summe aus eigener Persönlichkeit und ihrer Integration in ein gesellschaftliches Gefüge sind Ziel einer jeden Sozialisation, welche stets als fortlaufender Prozess betrachtet werden muss. Der Lebensweg gestaltet sich gleich einer Zugreise, mit Halt an den unterschiedlichsten Stationen und dem Durchqueren vielfältigster Höhen und Tiefen. In diesem Zusammenhang verstehen wir unsere Aufgabe als eine Art Reisebegleitung, welche dann zum Tragen kommt, wenn die eigene Kraft für die weitere Strecke nicht mehr ausreicht und eine Hilfe im Sinne von „anschieben“ und “Weichen stellen“ für eine gewisse Etappe benötigt wird, um dann später wieder selbständig Art und Intensität der Richtung wählen zu können.

 

Der gegenseitige Anspruch auf Respekt und Würde in der Begegnung mit der Klientel, sind Basis unseres Handelns. Ein ressourcenorientiertes Denken und Arbeiten geht mit jener Grundhaltung einher.

 

Die Toleranz individueller Problemlagen schließt jedoch nicht eine Akzeptanz dieser, in Form eines statischen Ist-Standes ein. Vielmehr bewahren wir uns den Optimismus und den Glauben an die Flexibilität und die Kraft eines jeden Menschen jene Problemlagen qualitativ und quantitativ individuell verändern zu können. Das Ziel muss daher sein, die Waagschale der eigenen Fähigkeiten stetig zu füllen, so dass das Gewicht der persönlichen Defizite beständig an Einfluss auf die autonome Lebensführung verliert.